Sep 16 2008

Gasthaus Maykäfer

Verfasst von wb

Benannt nach der gleichnamigen Gasse findet sich im Grazer Bezirk Jakomini ein Urgestein der örtlichen WIrtshausszene, das Gasthaus Maykäfer. Diese sehr familiäre Location lebt natürlich von unzähligen Stammgästen. Speziell Mitarbeiter des Verlagswesens (von denen es in der Medienstadt Graz ja genug gibt) scheint der Maykäfer magisch anzuziehen.

Design und Stil sucht man vergebens - dafür wirkt die sehr heimelige Atmosphäre des Maykäfers umso lebendiger und echter. Die Wand des WCs erinnert an die Seiten eines altgriechischen Philosophiebandes basierend auf den Lebensweisheiten der Maykäfer Stammgäste. Mein persönlicher Favourit: “Wie der Adi sitz ich hier, die braune Masse unter mir …”.

Kommen wir aber zum Wesentlichen: essen und trinken. Ersteres kann man hier sehr gut, zumindest wenn man vom Niveau eines Nachtlokals ausgeht. Besonders empfehlenswert: das hausgemachte Chili oder die üppig belegten Brote. Bei den Getränken vermisst man eine etwas breitere Auswahl. Wein wird hier anscheinend überhaupt nicht getrunken - neben Schankwein und zwei bis drei unterdurchschnittlichen Alternativen aus der Flasche wünscht man sich gerade in Graz doch etwas mehr heimische Delikatessen. Besser man greift zum Bier.

Das Interieur des Maykäfers wirkt etwas heruntergekommen, aber liebenswert. Perfekt angepasst an sein Stammpublikum, das hier ein zweites Wohnzimmer vorfindet. Für den Zeitvertreib hält man ein paar Brettspiele bereit und eine reiche Auswahl an Zeitschriften.

Alles in allem ein nettes Lokal und durchaus einen Besuch wert, vorallem da man gelegentlich sehr interessante Menschen trifft. Kulinarisch betrachtet präsentiert sich der Maykäfer eher durchschnittlich, wenn nicht sogar darunter. In Summe vergebe ich gut gemeinte 5 von 7 Böcken.

Doppelbock teilen:
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google
  • E-mail this story to a friend!
  • Print this article!
  • StumbleUpon
  • Technorati

Wertung

5 von 7 Böcken

2 Antworten to “Gasthaus Maykäfer”

  1. Der Windon 08 Feb 2009 at 23:18:51

    trübsinniges spiessiges möchtegern bohemia lokal.
    durchwegs hässliche frauen, glatzköpfige männer und abgewohnte menschen. konsumierbare getränke bier aus dem glas.
    essen nicht zu empfehlen.
    trotz allem ist es wegen der skurrilen gäste einen besuch wert.
    musik ”altvaterisch”.

  2. wbon 09 Feb 2009 at 21:48:57

    LOL. Das is mal direkt. Besonders blumig find ich die Formulierung „abgewohnte Menschen“.

Trackback URI | Comments RSS

Antwort hinterlassen


Comments links could be nofollow free.