Aug 31 2008
Eckstein
Widersinnig in meinen Augen ist die Tatsache, dass sich am Eckstein die Geister scheiden. Neben überschwänglichen Lobeshymnen liest man hin und wieder vernichtende Kritiken im Bezug auch Preis/Leistung und Service. Letztere kann ich auch nach meinem jüngsten Besuch nicht nachvollziehen. Das Eckstein ist und bleibt absolutes Highlight der Grazer Gastronomie und Garant für tolle Abende.
Hin und wieder verirrt sich ein doppelbock.at Schreiberling auch in die gehobne Gastronomie - wie man an Assy’s letzter Kritik erkennen kann. So verschlug es mich unlängst wieder mal mit Kollegen ins Eckstein zum “Abendessen”.
Zum Thema Freundlichkeit und Service: Man hatte unsere Reservierung vergessen -> kein Problem! Trotz vollem Haus hatten wir nach nicht mal 10 min Wartezeit einen Top-Tisch mitten im Geschehen und die persönliche Entschuldigung des Maître …
Zum Thema Küche bleibt eigentlich nur eins zu sagen: Perfekt. Sowohl in Sachen Vielfalt als auch Qualität und Raffinesse hat Chefkoch Christof Widakovich im Eckstein eine Linie etabliert, die sich sehen lassen kann. Man schafft es wirklich große Küche auf ein Level zu bringen, das für jeden verständlich ist. Hier isst man einfach gut und trotzdem nicht langweilig. Und das auch wenn der Chef de Cuisine seinen freien Tag hat!
Selbiger schaute aber zu späterer Stunde doch noch vorbei und kredenzte uns eine Flasche Zirbenschnapps aus dem privaten “Archiv”. Ein guter Auftakt für das was noch kommen sollte. Da um 22:00 Uhr der Gastgarten schließen muss, setzte man den angebrochenen Abend an der Bar fort.
Gute Musik macht richtig Lust auf Party. Dazu gibt’s exzellente Schankweine, einen Cocktail oder einfach ein Glas Bier. Für Knabberzeug à la Eckstein sorgt der Chefkoch dann persönlich und stellt uns eine Platte Prosciutto mit Parmesan, Olivenöl und Ruccola auf den Tisch - und füllt regelmäßig nach.
Um 2:00 Uhr in der Früh ziehe ich dann die Notbremse und verlasse die feiernde Meute um mich auf den Heimweg zu machen. Mein Resümee: Als abgehoben und versnobt bezeichnen manche das Eckstein. Das konnte ich noch nie nachempfinden. Unsere Gesprächsthemen bei Tisch nötigten zwar die Nachbarrunde dazu, das Lokal frühzeitig zu verlassen (es ging hauptsächlich um sekundäre weibliche Geschlechtsorgane und Sexualpraktiken), aber diesen Herren mangelte es wohl an etwas Humor. Ansonsten bot dieser Abend kulinarische Genüsse sonder gleichen und ehrlichen, bodenständigen Spaß. Preislich hat das Eckstein seit meinem letzten Besuch zwar etwas angezogen, aber zu recht wenn man bedenkt welchen Namen sich das Lokal und nicht zuletzt Chefkoch Christof Widacovich in den letzten Monaten erarbeitet hat.
Ich würde nicht behaupten, das Eckstein sei das beste Lokal in Graz ohne auch die passende Wertung zu vergeben: 7 von 7 Böcken und meine persönliche Empfehlung sind wohl das Mindeste.
Kennen Sie auch eine tolle Windn und finden es eine Frechheit, dass dieses Lokal von uns noch nicht unter die Lupe genommen wurde? Na dann …

Wertung
7 von 7 Böcken








Auch da: 7 von 7 für ein von GM ( was immer man davon halten mag) mit gerademal 12(!) Punkten versehenem Lokal…..
Wie schon bei deinem Kommentar zu Gasthaus Nährer: Doppelbock ist nicht Gault Millau. Außerdem: Hast du die Kritik gelesen? Finde ich mehr als ungerecht - “erinnert an eine Skihütte” oder “das beste ist der Aperolspritzer an der Bar” … Hier unterstelle ich GM mangelnde Objektivität.
wenn das eckstein 7 von 7 hat, was hat dann der kreuzwirt?
oder didi dorners landhaus?
Die Eckstein Bewertung ist schon etwas älter – da gab’s noch keine Einteilung nach Preis/Leistung. Ich musste anhand der anderen im Doppelbock zu diesem Zeitpunkt bewerteten Lokale messen. Ein neues Review vom Eckstein ist mit Sicherheit schon überfällig. Kommt bald - versprochen.
Grundsätzlich zu meinen Bewertungen: Ich kann mich immer nur an den Eindrücken orientieren, die ich zu dem Zeitpunkt zu dem ich eine Kritik schreibe, gesammelt habe. Manchmal korrigiere ich auch meine Wertungen auf Grund späterer Eindrücke. Kommt vor - halte ich hier aber nicht für angebracht, weil ich bis jetzt jeden Abend im Eckstein überaus genossen habe.
Didi Dorners Landhaus Stainach plane ich für Oktober ein – nach dem zu urteilen, was mir meine Kollegen so berichtet haben, dürfte das eine durchaus positive Kritk geben
Katastrophal !!
Preise wie im Gourmetlokal (nicht mal eine Haube!) und Qualität vom Beisl. Im laufe der letzten zwei Jahre geht es mit der Qualität stetig bergab. Klingende, schmakhafte Bezeichnungen in der Karte täuschen den Gast über eine unterirdische Küchenleistung hinweg.
Eine wiederholt geschmacklose, jedoch optisch halbwegs gutgelungene Präsentation, welches das Preis - Leistungsverhältnis nicht gerechtfertigt. 1. Oberslastige Karottensuppe, welche nur nach Curry schmeckt.
2. Geschmaklose Jakobsmuschel scharf angebraten, aber innen nicht glasig, sondern roh. Dazu undefiniertbarer gebackene Salatherzen im leicht angebratem Backteig (oder was es auch immer sein sollte).
3. Trockener, totgebratener Loup de mer, welcher auf keinen Fall frisch war. Eckelhaftes Gaumenvergnüngen der negativen Art. Dazu schwarze Linsen, die mit dem grauenhaftem Fischfond nappiert waren.
Lautstarke untergriffige Bemerkungen aus der Küche, mit Beschimpfungen gegenüber uns! (Natürlich nicht direkt, denn es kam trotz Aufforderung niemand um eine Stellungnahme abzugeben.!!!)
Service, bemüht jedoch inkompetent und schwach, sowie unaufmerksam überfordert (bei 3 Tischem!!!!).
Nie Wieder, dabei bürgt Schunko normalerweise für Qualität.