Aug 23 2009

Burning Spoon



Verfasst von wb

100 Biersorten aus aller Herren Länder, 100 Whiskys und wem das nicht reicht, der kann aus 100 Absinthsorten wählen. Dazu allerhand exotisches Fleisch (Vom Koberind bis zum Orix) und natürlich Steaks, Steaks, Steaks … Eigentlich das perfekte Restaurant für zwei hungrige Männer, die zwischen einem Aktiv-Tag am See und der nächtlichen Bartour dringend neue Energie tanken müssen. Es hätte so schön sein können, doch leider verspricht man im Burning Spoon das Pradies und liefert Tartaros Qualen.

Das Burning Spoon begeistert den Besucher auf den ersten Blick. Tolles Design, im Stiegenaufgang stilvolles Artwork und auch der Restaurantbereich strahlt eine sehr einladende Atmosphäre aus. Vom reinen Umfang der Karte überwältigt, brüten wir über den 100 Biersorten und versuchen perfekte Auftaktsgetränk für einen zu diesem Zeitpunkt noch viel versprechenden Abend  zu finden.

An diesem Punkt hätten wir aufstehen sollen, das Lokal verlassen und die erste Bar aufsuchen sollen, denn besser wird’s nicht mehr.

Auf den zweiten Blick erfährt unsere anfängliche Euphorie einen leichten Dämpfer: Kaum ein Bier unter 3 Euro (fürs Seiterl)! Die meisten bewegen sich irgendwo um 3,50 Euro. Speziell für deutsche Biere aus der Dose doch ganz schön heftig. Auch die Speisekarte kann sich sehen lassen: Neben den exotischen Fleischsorten sind auch hier die Preise der wahre Augenöffner! Dass man zum Dreißig-Euro-Steak den Ofenkartoffel oder die Wedges noch extra bezahlen darf, ist mir bisher noch nicht untergekommen.

Da die Alternative zum Steakhaus heute wohl drei Haubengänge und zwei Flaschen Wein wäre, und finanziell in die selbe Kerbe schlagen würde, denken wir uns: “Scheiß drauf - heute geht’s um nix!”, und hauen richtig rein. T-Bone Steak, Ofenkartoffel, Knoblauchbrot, Bier … alles her! Die Vorfreude steigt …

Eineinhalb Stunden später versucht mein Magen bereits mangels Alternativen meinen eigenen Körper zu verdauen. Eine schmerzhafte Erfahrung, die ich gerne mit etwas Bier erträglicher gestalten würde, aber leider befindet sich unser Tisch anscheinend nicht im Hoheitsgebiet des Servicepersonals. Angesichts der Tatsache, dass gerade mal drei Tische von schätzungsweise 15 besetzt sind, fällt es mir schwer, der Küche meinen leeren Magen und dem Kellner mein Leeres Glas zu verzeihen. Wir warten weiter.

Endlich kommt etwas. Ob ich dieses Etwas allerdings essen möchte, ist eine andere Geschichte. Das etwa 10 mm “dicke” Lederstück sollte eigentlich ein 400 g medium gebratenes T-Bone Steak sein. Ich bitte den Kellner um Hammer und Nägel, denn ich würde damit gerne meine Schuhe neu besohlen. Widerwillig bieten man mir an, die geschändete Kuh wieder in die Küche zu bringen und es noch mal zu versuchen. In den letzen Stunden ist mein Interesse an einem “weiteren Versuch” aber bereits gegen null gesunken und da eine Stornierung der Bestellung anscheinend nicht möglich ist, fülle ich meinen Magen eben mit dem Ofenkartoffel. Letzteren hat man Gott sei Dank in Konoblauchsauce aus der Tube ertränkt – natürlich extra zu bezahlen.

Bei der Rechnung bietet man mir großzügiger Weise als Wiedergutmachung ein Bier auf Kosten des Hauses an. DANKE! Nur verrechnet (bzw. abgezogen) hat man es nicht mir sondern meinem Gegenüber. Dafür durften wir das zwar bestellte aber nie erhaltene Knoblauchbrot bezahlen – ein Detail, das uns leider erst am Heimweg aufgefallen ist.

Lieber Burning Spoon Besitzer: Wenn dein Chefkoch das nächste mal auf Urlaub ist: SPERR DIENE WINDN ZU! So macht dieses Lokal echt null Bock. Ein nettes Wortspiel zur bisher schlechtesten Doppelbock.at Wertung.

www.burning-spoon.com

Falls ihr die Karte vermisst: Hier nicht herzufinden, ist kein Fehler.

Doppelbock teilen:
  • Digg
  • del.icio.us
  • Google
  • E-mail this story to a friend!
  • Print this article!
  • StumbleUpon
  • Technorati

Wertung

0 von 7 Böcken

2 Antworten to “Burning Spoon”

  1. Grazer101on 13 Sep 2009 at 11:06:52

    Das burning Spoon ist ein sehr schönes restaurant . das desine ist wunderschön. So wie das burning spoon gibt es nicht ind ganz österreich wenn nicht in ganz Europa . ich war schon ein baar mal essen mit meine freunde und die sind auch sehr begeistert von die abiete . Die küche und das servies ist augezeichnet . weill bei einen betrieb ist das Personal sehr wichtig . wir sind alles begeistert . das burning spoon muss so bleiben wie die jetzt sind . lg Grazer101

  2. cbon 17 Sep 2009 at 13:59:32

    also ich denke mal Deutsch ist nicht ganz die Muttersprache vom Grazer101…

Trackback URI | Comments RSS

Antwort hinterlassen


Comments links could be nofollow free.